für Kerstin Kempe Danke für 30 Jahre Freundschaft. Ich komme später nach...
Nachdem ich wieder einmal mit dem Thema Tod konfrontiert worden war, suchte ich das „Tibetische Totenbuch“ (manchmal auch "Das Tibetanische Totenbuch" genannt) in einer Übersetzung, die geeignet wäre, um Menschen, die keine Kenntnis vom Buddhismus haben, beim Sterben zu begleiten. Leider fand ich keine. Deshalb entschloß ich mich, aus meinen Erfahrungen mit dem Tod und mit außergewöhnlichen Bewußtseinszuständen heraus, selbst eine Anleitung dafür zu schreiben. Ich habe versucht, vor dem Hintergrund des Integralen Bewußtseinsmodells die wichtigsten Stationen des „Bardo Thödol“ möglichst behutsam in unsere westliche Sprach- und Vorstellungswelt zu übertragen. Eigentlich sollte es nur ein Text für die Webseite werden, doch wurde dieser immer länger, so daß ich ihn irgendwann wieder vom Netz genommen und als (92 Seiten, 2 Abbildungen) veröffentlicht habe. Hier gibt es allerdings eine Leseprobe. Es will vor allem eine praktische, leicht zu handhabende Anleitung sein, um Sterbende zu begleiten. Dabei liegt der Schwerpunkt nicht auf der Vorbereitung des Sterbens oder der Arbeit mit den Hinterbliebenen, sondern dem Original folgend bei der Begleitung des eigentlichen Sterbeprozesses bis weit über den letzten Atemzug hinaus. Der Haupttext in Form eines Prosagedichtes ist dafür vorgesehen, dem Sterbenden vorgelesen zu werden. Er wird umrahmt von einigen Kommentaren und Handlungsanweisungen. Das Buch ist darüber hinaus so angelegt, daß es auch zur Meditation und zur Erkundung des eigenen Innenraums verwendet werden kann.
An dieser Stelle möchte ich unbedingt noch auf ein Theaterprojekt der Künstlerin Bea-te Simon aufmerksam machen, die zen-buddhistische Totengedichte in sehr berührende Szenen umgesetzt hat. Einen Eindruck davon bekommt man auf und Kontakt zu ihr kann man über ihre aufnehmen.